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Alte Münzsammlung verkaufen: Schillinge, Dukaten & Co.

Ob im Erbe der Großeltern, im Keller wiedergefunden oder über Jahre selbst zusammengetragen: Alte Münzsammlungen liegen in vielen österreichischen Haushalten und werfen häufig dieselbe Frage auf: Was ist das eigentlich wert? In diesem Artikel erklären wir, wie sich der Wert einer alten Schilling-Münzsammlung zusammensetzt, worauf es bei alten Golddukaten ankommt und wie ein Verkauf aussehen kann.

Welche Arten von Münzen gibt es in typischen Sammlungen?

Münzsammlungen, die über Generationen entstanden sind, enthalten oft eine bunte Mischung unterschiedlicher Münzen. Grob lassen sich diese in drei Kategorien einteilen, die für den Verkauf jeweils anders bewertet werden.

 

Umlaufmünzen &  Gedenkmünzen

Die erste Kategorie sind ehemalige Umlaufmünzen, also Geld, das tatsächlich als Zahlungsmittel im Einsatz war. Dazu zählen österreichische Schillinge vor der Euro-Einführung, aber auch ausländische Währungen wie die Deutsche Mark. Solche Münzen bestehen je nach Prägejahr und Ausführung entweder aus Silber oder aus unedlen Metallen wie Nickel oder Kupfer-Nickel-Legierungen. Zu dieser Kategorie zählen auch Gedenkmünzen, die an besondere Ereignisse oder Persönlichkeiten erinnern. Obwohl sie offizielles Zahlungsmittel waren, gelangten sie nur sehr selten in den tatsächlichen Umlauf und wurden hauptsächllich gesammelt.

Anlagemünzen

Die zweite Kategorie sind Anlagemünzen, die von vornherein für Investoren geprägt wurden. Hierzu gehören klassische Golddukaten, die seit Jahrhunderten in verschiedenen europäischen Ländern geprägt wurden, sowie moderne Anlagemünzen wie der österreichische Wiener Philharmoniker, der kanadische Maple Leaf oder der südafrikanische Krügerrand. Diese Münzen bestehen in der Regel aus hochreinem Gold oder Silber und ihr Wert orientiert sich eng am aktuellen Edelmetallkurs.

Sammlermünzen

Sammlermünzen werden nicht primär nach Metallwert bewertet, sondern nach Seltenheit, Zustand und historischer Bedeutung. Begehrte Strücke sind historische Gold- oder Silberprägungen z.B. bestimmte Dukaten (Prägejahr vor 1915), historische Taler, Double Eagles oder antike aurei. Allerdings gibt es auch viele Münzen, die zwar historisch interessant als Sammlermünze aber bedeutungslos sind. Beispielsweise römische Kupfermünzen die massenhaft existieren.

Der Wert ergibt sich also letztlich aus der Seltenheit. Und genau das macht den Unterschied zwischen begehrten und gewöhnlichen Münzen.


Was bestimmt den Wert alter Schillinge?

Bei klassischen Schilling-Münzen ist die wichtigste Unterscheidung, ob es sich um Silbermünzen oder um Münzen aus unedlen Metallen handelt. Die meisten österreichische Schilling-Münzen aus früheren Jahrgängen, etwa 5-, 10-, 25-, 50- und 100-Schilling-Stücke, wurden aus Silber geprägt und besitzen entsprechend einen Materialwert, der weit über dem Nennwert (Nominale) liegt.

Spätere Jahrgänge und Münzen mit einer niedrigen Nominale bestehen allerdings oft aus Kupfer-Nickel oder Aluminium-Bronze und besitzen  keinen nennenswerten Wert außer der Nominale.


Golddukaten: Was macht diese Münzen besonders?

Dukaten zählen zu den traditionsreichsten Goldmünzen Europas und wurden über Jahrhunderte in verschiedenen Ländern geprägt, vor allem aber in Österreich. Bekannt sind etwa die habsburgischen Dukaten mit dem Bildnis von Kaiser Franz Josef.

Golddukaten bestehen traditionell aus sehr hochwertigem Gold mit einem Feingehalt, der bei 986 Tausendsteln liegt. Ihr Wert setzt sich daher primär aus dem enthaltenen Feingoldgewicht zum aktuellen Kurs zusammen. Bei bestimmten historischen Prägungen bzw. besonders seltenen Jahrgängen (1914 und älter) kann zusätzlich ein numismatischer Aufschlag hinzukommen, der über den reinen Materialwert hinausgeht.

 

Moderne Anlagemünzen: Philharmoniker, Krügerrand und Co.

Bei modernen Anlagemünzen wie dem Wiener Philharmoniker ist die Bewertung vergleichsweise unkompliziert, da Feingehalt und Gewicht standardisiert und bekannt sind. Der Philharmoniker etwa wird in mehreren Gewichtsklassen geprägt und besteht immer aus 999,9er Feingold, also reinem Gold.
Der Wert dieser Anlagemünzen orientiert sich eng am aktuellen Goldkurs und einem geringen, marktüblichen Aufschlag. Befindet sich die Münze in einwandfreiem, handelsfähigem Zustand ohne Kratzer oder Beschädigungen, lässt sich der Ankaufspreis einfach auf unserer Preisliste ablesen. Dasselbe Prinzip gilt für vergleichbare internationale Anlagemünzen wie Krügerrand, Maple Leaf oder American Eagle, die wir ebenfalls ankaufen.

 

Lohnt sich der Verkauf einer ganzen Sammlung?

Diese Frage können wir Ihnen nicht pauschal beantworten. Denn jede Sammlung setzt sich individuell zusammen und hat eventuell auch einen imateriellen Wert für den Besitzer. Häufig zeigt sich erst bei einer Gesamtbetrachtung, welchen tatsächlichen Wert ein über Jahre angesammeltes Münzalbum hat, gerade wenn mehrere Silbermünzen, ein paar Dukaten und vielleicht sogar eine moderne Anlagemünze gemeinsam vorliegen.

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, jede alte Münze müsse automatisch wertvoll sein, nur weil sie alt ist. Tatsächlich entscheidet in den meisten Fällen das enthaltene Edelmetall über den Wert, nicht das reine Alter. Eine fachkundige Sichtung der gesamten Sammlung schafft hier schnell Klarheit.

 

Wie läuft der Verkauf einer Münzsammlung bei ALPENGOLD ab?

Bei uns können Sie Ihre gesamte Sammlung in einem Termin begutachten lassen, unabhängig davon, wie vielfältig sie zusammengesetzt ist. Sie bringen Ihre Münzen einfach zu uns nach Salzburg, eine vorherige Terminvereinbarung ist in diesem Fall notwendig. Denn wir bewerten jedes Stück sorgfältig, ordnen Schillinge, Dukaten und Anlagemünzen entsprechend ihrem Material- oder gegebenenfalls Sammlerwert ein und erklären Ihnen, wie sich der Ankaufspreis zusammensetzt.

Entscheiden Sie sich für den Verkauf, erfolgt die Auszahlung direkt im Anschluss, wahlweise bar oder per Überweisung. Die Begutachtung selbst ist bei uns grundsätzlich kostenlos und unverbindlich, sodass Sie auch ohne Verkaufsabsicht einfach erfahren können, was in Ihrer Sammlung tatsächlich steckt.